Das Sightseeing liesen wir heute auch ganz gemuetlich angehen. Wir starteten gegen Mittag in die Kaiserstadt. Eine Anlage in der man sich auch 2 Tage aufhalten koennte.
Die meisten Gebaeude wurden durch die Franzosen 1947 oder die Amerikaner 1968 zerstoert . Aber das was noch da ist, ist trotz allem unglaublich beeindruckend. Selbst die Kinder fanden ueberall Details, die sie begeisterten.
ein Frangipanibaum hat Vorrang vor der "Bruecke des Goldenen Wassers"
....Emma wies natuerlich gleich an, dass die heruntergefallenen Blueten einesammelt werden sollten. Prinz Laurin und Prinz Nils folgten ihrem Befehl ;)
die Prinzen marschieren durch den Kaiserlichen Palast
.....und an diesem Tierchen kamen wir dann nicht ohne eine 15 minuetige Fahrt vorbei.
wir umfuhren einmal die verbotene Stadt, also 11 km
Im kaiserlichen Harem durfte man Kostueme anprobieren......
Der Kaiser hatte ca. 300 Frauen zur Verfuegung.... und in die verbotene Stadt durfte bis auf den Kaiser keine anderen Maenner. Diener und Palastwachen waren alle Eunuchen.
den Abschluss des Tages machten wir in einer Traveller-Kneipe mit halb Viet- (Mama und Papa)/ halb Italo (Kinder)-Essen.
Die meisten Touris bleiben in Hue nur einen Tag.... haken die Sightseeings ab und düsen weiter.... Wir haben ja gaaaaaz viel Zeit und so werden wir Hue, die Kaiserstadt, gemütlich erkunden und entdecken.
Erstmal hieß es an Jörgs Geburtstag" Auf Wiedersehen Hanoi .....Hanh, Viet, Ty und Little Viet = the whole Finnegans-Family, wir haben uns in Eurem Guesthouse sehr wohl gefühlt......
......Hello Hue. " Die Stadt mit den wohl meisten Cyclos.....
....mit denen man anscheinend nicht fahren sollte, da sich die Fahrer nach der Fahrt nicht mehr an den vorab ausgemachten Preis erinnern koennen und es dann auch ab und an zu Handgreiflichkeiten kommen soll..... ausserdem brauchen wir eh immer zwei und dann wird es ein kostspieliges und evtl. schmerzhaftes Vergnuegen.... Wir fahren daher lieber Taxi (moeglichet mit Taxometer )
Da ja Jörg's Geburtstag ist, haben wir uns eine richtig nette Unterkunft ausgesucht......Wir übernachten hier quasi in einem Dschungel mit riesigem Swimmingpool......zu einem für europäische Verhältnisse super Preis mit Mega-Discount, da wir ja ne Woche hier bleiben (wie kaum einer in Hue ;)
Deshalb verlassen wir unseren Dschungel auch erstmal nicht und genießen den 40 m langen Pool, das sensationelle Frühstück mit Schoko-Croissants und Passionsfrüchte (unser aller Lieblingsfrucht), Tina die erste Yoga-Stunde, vietnamesische Massage, unser Palast-Bad ( das 5x so groß ist wie unseres, ok das ist nicht schwer) und die Kids den Auslauf ohne knatternde Mofas, die einen fast umfahren.
ok beim Fitness-Bereich reicht es nicht ganz ans Puls ran ;)
Unser Frühstücksgast, der direkt vor unserem Fenster saß und uns tatsächlich ganz aufmerksam beim Essen beobachtete.
Nun sind wir schon einigermaßen aklimatisiert und Hanoi macht richtig Spaß! Unsere Drei sind jedoch, egal wo wir uns in dieser Stadt bewegen, irgendwie der absolute "Hingucker"...... Ständig werden sie angeschaut, einige wollen sie fotografieren und manche geben ihnen die Hand oder nehmen sie in den Arm.
Oooooohhhhhh, Jörg soll raus aus dem Bild
Uns wird oft gesagt:" You could be lucky !"... Anscheinend hat man in Vietnam absolutes Glück, wenn man zuerst ein Mädchen und dann einen Jungen bekommt... Und Zwillinge kommen wohl nur sehr selten vor. Und dann auch noch alle blond ( wo doch die Asiaten maximal eine Rotton beim Färben hinbekommen) , aber die Drei nehmen es gelassen ( meistens jedenfalls).
Emma's, Nils's, Laurin's und Tina's Maßband-Schildkröte :)
Eigentlich wollte sich Jörg ja den Bart abrasieren, aber nun meinte Bret er sieht aus wie George Cloony !
Essen gehen macht hier auch richtig Spaß . Wir versuchen so alles mögliche auf den Strassen in diversen Garküchen: von Bun Cha ( sowas wie Fleischküchle mit Reisnudeln in der Brühe), Pho ( auch Hanoi- Suppe genannt), frische Frühlingsrollen, sowie frittierte, Vietnamesischer Kaffee mit Eischaum ( mmmmh lecker).......bei den meisten Sachen wissen wir jedoch nicht wirklich was es ist. Jedoch sind die Garküchen so günstig, dass man auch mal was stehen lassen kann, falls es so gar nicht schmeckt.
Beim schlendern durch die Stadt sind wir auch immer wieder erstaunt, wie " einfach" man bauen kann ....Da kommt man als Architekt schon ganz schön ins Grübeln...... Machen wir uns da viellt. nicht zuviel Arbeit mit der Planung, es scheint wohl deutlich einfacher zu gehen !?!
Die letzten 3 Tage waren wir auf einem Trip in der Halongbucht . Wir wurden am Finnegans morgens um 7.50 Uhr mit einem Minibus abgeholt. Mit 6 weiteren Pärchen fuhren wir ca. 3 Std zum Teil über ziemlich holprige Landstraßen Richtung Halong Harbour. Um ca. 12.00 gingen wir dann an Bord unseres 9- Kabinen-Cruisers. Im Hotel hatte man uns gesagt, wir sollten auf jeden Fall Regenjacken und warme Klamotten mitnehmen, da es wohl dort immer neblig und gefühlte 0 Grad hat :-(...... Aber es kam, Gott sei Dank, anders wie angekündigt.... strahlender Sonnenschein die ganzen 3 Tage.
Wie leider bei solch organisierten Touren üblich, hatten wir volles Programm. Gleich am Ankunftstag bestiegen wir noch einen Berg und zum Sundowner paddelten wir in Kanus durch diverse Höhlen. Das Abendessen hatten wir uns also richtig verdient. An Bord lernten wir zwei sehr nette Paare aus USA und Frankreich kennen und der Abend endete für Tina und Jörg feucht fröhlich, da auch jeder zweite Cocktail umsonst war ;-).
Am nächsten Tag verabschiedeten wir nach einer Höhlentour die Gäste, die nur 2 Tage gebucht hatten.
Emma ist trotz unserem straffen Programm fleißig am Tagebuch schreiben, dass sie von Ihrer Geigenlehrerin, Frau Dreißig bekommen hat !
Für uns und unsere beiden Pärchen aus USA und Frankreich ging es auf ein kleineres Boot und wir fuhren weiter südlich Richtung Cat Ba Island. Die Fahrt durch dieses Gebiet war wunderschön, da es außer unserem Boot nur noch zwei/ drei weitere um uns herum gab. In einer kleinen Bucht ankerten wir und erkundeten die Gegend in Kanus auf eigene Faust. Am Nachmittag besuchten wir eine Perlenfarm. Nun können wir verstehen warum Perlen soooooo teuer sind.
Emma und Tina suchten sich beide bläuliche Naturperlen aus, die zwar nicht richtig rund, aber dadurch deutlich günstiger waren... Und schöner wie wir finden.
Am letzten Abend wurden wir nochmal köstlich mit einem Seafooddinner verwöhnt.
Gestern Abend (02.03)sind wir ca. 22.00 Uhr (Ortszeit: +6Std zu Stuttgart) im Finnegans, unserem Guesthouse, in Hanoi angekommen. Der Flug von Frankfurt über London.....
......und Bangkok nach Hanoi hat prima geklappt. In London konnten wir sogar noch für 3 Std. in die City fahren und in einem Pub ( Sawyers Arms in Paddington) super Hamburger und einen sensationellen Nachtisch genießen. Der einzige, der es nicht bis Hanoi geschafft hatte, war Jörg's Rucksack :-(.
Da wir alle auf dem Flug von London nach Bangkok sehr gut geschlafen haben und wir hier in Hanoi gleich den hiesigen Tagesrhythmus angenommen haben hat auch keiner Probleme mit dem Jetlag. Um 24.00 sind wir dann auch Alle tatsächlich eingeschlafen.
Nach dem Frühstück schlenderten wir los in die Stadt. Unser Guesthouse liegt sehr zentral, so dass wir vor unserer Tür direkt in das quirlige Leben der Stadt eintauchen konnten. Jede Strasse hat hier ihr eigenes Thema: Mofareparaturstrasse (hier wohnen wir), Spielzeugstrasse, Seidenstraße, Gold- und Silberstasse, Dessousstrasse, OBI-Strasse ( hier fühlte sich Laurin am wohlsten)
und natürlich viele Fressgassen. Meistens muß man direkt auf der Straße laufen, da die Gehwege voll sind mit geparkten Mofas.
Die grüne Fußgängerampel wird rigoros von allen ignoriert. Jedoch fühlt man sich irgendwie doch sicher, da die Mofafahrer sehr konzentriert fahren und man auch im größten Verkehr relativ sicher auf die andere Straßenseite kommt. Bis jetzt jedenfalls !!!
Da Emma an der Sicherheitskontrolle in Frankfurt ihre Vliesjacke vergessen hatte, durfte sie sogar mit Tina ein Samtjäckchen shoppen. Zum Mittagessen empfahl uns Mrs. Hanh ( unsere Herbergsmama) eine Garküche. Es gab Nudelsuppe mit Fleischküchle, Frühlingsrolle, Gemüse und frischen Kräutern.
Danach besuchten wir das Wasserpuppentheater (wohl ein Must in Hanoi). Den Kindern hat's sehr gefallen!
Unsere Drei wurden heute von jedem Zweiten angeschaut und vor allem Nils und Laurin wurden ständig fotografiert. Hoffentlich halten die das durch !
Nun sind es noch 10 Tage bis zum Abflug.....die Spannung steigt und wir können den 1.März fast nicht mehr erwarten.... . Dummerweise hat sich Jörg beim Schlittel-WE das Innenband am Knie abgerissen, nun startet er eben mit Stütz-Schiene... typisch Weisserei, irgendwie schaffen wir es nie völlig ohne Probleme in den Urlaub zu starten ;-)...... Mittlerweile haben wir auch den Weltbesten Zwischenmieter gefunden....... Tina's ehemaliger Praktikant hält in unserer Wohnung die Stellung...Danke Julian! Ach ja und unseren S-Max verkaufen wir auch noch vorher, dank Angelo :-*...... Und nach mehreren Besuchen in der Apotheke haben wir nun auch unsere Medikamente zusammen.... Leider ist das nun so viel, dass wir unsere Klamotten wohl noch weiter reduzieren müssen....
Tut uns aber Allen bestimmt ganz gut.... Hoffentlich treffen unsere Pässe bald von der Indonesischen Botschaft ein, langsam wird es Zeit, aber die Dame in der Visa-Stelle in Berlin ist irgendwie kompliziert und nun schon seit 6 Wochen mit unseren 5 Pässen zu Gang ..... Wir werden sehen, wird schon noch klappen... Wir haben ja immerhin noch 10 Tage Zeit ;-).....